Postakute Infektionssyndrome
Postinfektiöse Erkrankungen und Post-Covid im Speziellen stellen das Gesundheitssystem vor die herausfordernde Aufgabe, dieses heterogene und neuartiges Krankheitsbild interdisziplinär zu verstehen und Erkrankte nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu versorgen. Neben der wissenschaftlichen Vernetzung ist daher der Aufbau nationaler Kooperationen und flächendeckender heimatnaher Versorgungsstrukturen notwendig.
Die DZG betreiben auf höchstem Niveau Forschung und Translation in die Krankenversorgung hinein und integrieren alle Fachbereiche, die bei diesen Erkrankungsbildern eine Rolle spielen. Bereits jetzt wird die Forschung in Deutschland zu Post-Covid maßgeblich von den DZG getrieben. Durch den Aufbau nationaler Kohorten konnten Fortschritte in der Phänotypisierung erreicht werden. Multizentrische, placebokontrollierte, medikamentöse Studien werden aktuell durchgeführt oder wurden bereits abgeschlossen, insbesondere zu einem immunmodulatorischen Medikament. Molekularbiologische Analysen zum immunologischen Verständnis werden die Weiterentwicklung translationaler, individualisierter Ansätze erlauben. Die Ergebnisse wurden bereits in zwei DZG-Symposien präsentiert und diskutiert, ein drittes Forschungssymposium ist geplant.
1st Long COVID Symposium (2022)
2nd Long COVID Symposium (2025)
Die DZG stellen sich den besonderen Herausforderungen der postakuten Infektionssyndrome mit Einrichtung einer DZG-Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Diese wird die bereits laufenden verschiedenartigen Forschungsaktivitäten zu diesem Thema bündeln. Im Jahr 2026 erfolgt zum selben Thema die Ausschreibung des DZG Innovation Fund, um weitere DZG-übergreifende Forschungen zu initiieren.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat zusammen mit Partnern der Gesundheitsforschung eine Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen ausgerufen. Dies ist ein wichtiger Schritt für alle, die sich seit Jahren mehr Aufmerksamkeit und belastbare Forschung zu Long-COVID und anderen postinfektiösen Syndromen, einschließlich ME/CFS, wünschen.
Um postinfektiöse Erkrankungen bzw. postakuten Infektionssyndrome zu verstehen, sind starke Verbünde notwendig. Dafür stehen die DZG.


- Clara Lehmann, Sprecherin (DZIF)
- Natascha Sommer, Sprecherin (DZL)
- Uta Behrends, stellvertretende Sprecherin (DZIF)
- Christine Falk, stellvertretende Sprecherin (DZIF)
- Jan Heyckendorf, stellvertretender Sprecher (DZL)
- Alexandra Nieters (DKTK)
- Clemens Wendtner (DKTK)
- Stefan Bornstein (DZD)
- Andrea Icks (DZD)
- Silke Andrich (DZD)
- Valentina Puntmann (DZHK)
- Philipp Wild (DZHK)
- Anna Aschenbrenner (DZNE)
- Harald Prüß (DZNE)
- Martin Walter (DZPG)
- Michael Witthöft (DZPG)
- Tilmann Kallinich (DZKJ)
- Ulrike Ravens-Sieberer (DZKJ)
- Nicole Töpfner (DZKJ)









